Willkommen bei der Evangelischen Kirchengemeinde Spöck

Kirche Spöck Was wir fürchten, macht Gott keine Angst.
Was uns beunruhigt, bringt ihn nicht aus der Ruhe.
Max Lucado
Alles, was du nicht teilen willst, besitzt dich.
Am ärmsten ist der, der nur Geld hat.
Das Lebensziel prägt unseren Lebensstil.
Arno Backhaus

Monatsspruch für Oktober

Ehre Gott mit deinen Opfern gern und reichlich,
und gib deine Erstlingsgaben, ohne zu geizen.
Sirach 35,10

Aktuelle Gottesdienste und Veranstaltungen

Sonntag, den 26. Oktober um 10:00 Uhr:
Gottesdienst mit Pfarrer Wolfgang Walch. Im Anschluss Verkauf des Brots, welches die Konfirmanden gebacken haben und Gemeindeversammlung.
Fahrdienst: Renate Lomuscio Tel.: 4342

Gemeindeversammlung am Sonntag, den 26.10.2014

Herzliche Einladung zur Gemeindeversammlung im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag, den 26.10.2014.
Folgende Punkte sind für die Tagesordnung vorgesehen:

  1. Informationen über aktuelles Geschehen in der Kirchengemeinde
  2. Wahl des Vorsitzenden und Schriftführer der Gemeindeversammlung
  3. Vorstellung des Petrusweg
  4. Verschiedenes

Wenn Sie unter Verschiedenes noch ein Thema einbringen wollen, wenden Sie sich bitte an das Pfarramt.

"Als unsere Kirche abbrannte und die Welt in Flammen stand..."

Zum 70. Mal jährte sich am 19. Oktober der unheilvolle Tag der Bombardierung Spöcks im Zweiten Weltkrieg. In einer Gedenkfeier der evangelischen Kirchengemeinde sprach Oberbürgermeister Klaus Demal davon, dass gerade in den letzten Wochen und Monaten des Krieges wahllos Bomben abgeworfen wurden. Der schlimme Angriff, der vermutlich Karlsruhe gegolten habe, habe auch die Dorfkirche zerstört. Die Haager Landkriegsordnung, nach der es verboten sei, unverteidigte Städte und Gemeinden anzugreifen, wurde nicht eingehalten. Die aktuelle bewaffnete Auseinandersetzung in der Welt sei eine Parallele dazu. Er rief auf, jederzeit "für die Stärke des Rechts und gegen das Recht des Stärkeren einzutreten". Theo Ernst war Zeitzeuge und berichtete, wie er als Junge diesen Tag erlebt hatte.

Gedenkfeier Von links: Konrad Dussel,
Pfarrer Wolfgang Walch und Theo Ernst

139 Wohnhäuser und Scheunen in der Spechaa-, der Kirch- und der Kronenstraße waren betroffen. Täglich seien Fliegerangriffe auf Karlsruhe und Bruchsal erfolgt. Sobald die Sirenen heulten, hieß es in Keller zu flüchten, die Schutz boten. Am 19. Oktober 1944, einem Donnerstag, waren am Nachmittag feindliche Flieger zu hören und bereits wenige Minuten später die Explosionen der Bombeneinschläge. Rauch drang in den Keller. Er habe eine unsagbare Angst um sein Leben gehabt. Draußen herrschte Chaos. Alles stand in Flammen, das Vieh brüllte in den Ställen, Angehörige waren nicht zu finden, die Scheunen - voll mit Heu, Stroh und Holz für den Winter - brannten lichterloh, so schnell wie möglich, wurde das Vieh aufs freie Feld getrieben. Was dann? Keine Vorräte mehr. Diejenigen, die keine Häuser mehr hatten, kamen bei Nachbarn und Verwandten unter, Spöck rückte zusammen. Im Kindergarten Kronenstraße wurde Kirche abgehalten.

Dann begann der Wiederaufbau, vorangetrieben von Pfarrer Urban. Am 19. Oktober 1946 war die Wiedereinweihungsfeier. Warum gerade in den letzten Wochen und Monaten des Krieges die Angriffe so heftig waren, erläuterte der Historiker Konrad Dussel, der auch die Chronik für das Spöcker Jubiläum erarbeitet, in einer Schilderung der Zusammenhänge. Hitler habe den Krieg gewollt. Er habe ihn vom Zaun gebrochen und darauf hingearbeitet. Weiter schilderte Dussel die grausame Logik, wie sich aufgrund der unfassbaren Arroganz des Diktators und seiner Selbstüberschätzung die Dinge entwickelt und die gegnerischen Mächte gegen ihn gestellt hätten. Schließlich war es ihr Ziel, auch die zivile Bevölkerung zu treffen, um die Moral des Gegners zu brechen. Im Frühjahr 1944 sei der Krieg in eine neue Phase getreten, denn die deutsche Luftwaffe sei aufgrund von Spritmangel zusammengebrochen, es war keine Gegenwehr mehr möglich. Warum aber wurde 1944 und 45 auf das am Boden liegende Deutschland immer noch eingeschlagen? Weil Hitler den Krieg, den er angefangen hatte, nicht beenden und die Aussichtslosigkeit seines Tuns nicht einsehen wollte, erklärte Dussel. Verstanden werden könne das Geschehen trotzdem nicht. Aber, knüpfte er an die Worte seiner Vorredner an, aus der Geschichte sei zu lernen, dass nur die Europäische Union ein Garant für den Frieden sei.

Pfarrer Wolfgang Walch berichtete, die Erinnerung an den 19. Oktober 1944 sei heute noch bei vielen älteren Menschen lebendig. Ihren Erzählungen entnehme er Furcht vor Wiederholung, ein Mitleiden mit dem anderen und eine starke gegenseitige Hilfe, Respekt vor dem hoch engagierten Pfarrer Urban, der den Wiederaufbau betrieben hatte und eine besondere Verbundenheit zur Heimat. Das Klarinettentrio der Musikschule Hardt hatte sehr passende Stücke ausgewählt, um dem Abend den richtigen Rahmen zu geben.

Aktuelle Informationen aus der Gemeinde

Konfirmanden beteiligen sich an Aktion "5000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt"
Am Sonntag, den 26. Oktober können Sie im Anschluss an den Gottesdienst selbstgebackenes Holzofenbrot kaufen. Unsere Konfirmanden nehmen an der Aktion: "5000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt" teil.
Die Konfirmanden stellen zusammen mit Mitgliedern vom Obst- und Gartenbauverein Staffort am Samstag, 25. Oktober die Brote selbst her, danach werden sie im Holzofen gebacken. Der Verkaufserlös ist für die Ausbildung von Kindern in Ghana und Südamerika bestimmt.

Brot und Salz
überreicht man nach alter Sitte zum Einzug in ein neues Zuhause. Damit verbunden ist der Wunsch, dass diese Grundnahrungsmittel niemals ausgehen mögen. Brot und Salz- haben für uns als Kirche noch einen tieferen Sinn. Sie weisen auf Jesus Christus hin, der von sich sagt: "Habt Salz bei euch und haltet Frieden untereinander."
Brot und Salz - werden wir Neuzugezogenen unserer Kirchengemeinde ins Haus bringen. So heißen wir sie unter uns willkommen. Mögen wir alle Jesus Christus erfahren, der für Geist, Seele und Leib sorgt und möge Versöhnung und Friede unter uns sein. Die Mitarbeiterinnen im Neuzugezogenen-Besuchsdienst Beate Freiberger, Martina Grotemeyer-Lang und Irmgard Huissel werden sie am Montag, den 27. Oktober und in den Tagen danach besuchen.
Brot und Salz - Gott erhalt´s

Weitere Informationen aus der Gemeinde finden Sie hier!

Einladung zum Gesprächskreis

Viele Teilnehmer bei unserer Woche - Gott und die Welt - mit Pfr. Rainer Geiss haben beim Rückmeldebogen angekreuzt, dass sie gerne sich weiter in einem Gesprächskreis treffen möchten.
Wir bitten diese Teilnehmer, sich im Pfarramt zu melden (Tel. 3410) damit, wir einen gemeinsamen Termin finden.

Die Vorträge von Pfr. Reiner Geiss können ab sofort unter Gottesdiestmitschnitte nochmals angehört werden.

Betreuungsgruppe "Vergissmeinnicht"

Seit Januar 2012 können wir im ev. Gemeindehaus in Spöck eine neue Fördergruppe für für altersvergessliche und demenzkranke Menschen einführen. Mit Musik, gezielten Bewegungsübungen, Sitztänzen, singen, spielen und neuen Methoden "Lernen ohne Stress", kann "Demenz" in ihrem Fortlauf verzögert werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kontakt

Evangelische Kirchengemeinde Spöck
Friedhofstr. 2
76297 Stutensee,
Telefon: 07249/3419
Fax: 07249/913926
e-mail: kirchespoeck@web.de